{"id":360,"date":"2021-02-17T12:30:33","date_gmt":"2021-02-17T12:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/juni-consult.de\/?p=360"},"modified":"2021-02-28T13:20:18","modified_gmt":"2021-02-28T13:20:18","slug":"rotkaeppchens-oma-bald-ist-sie-wieder-dran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juni-consult.de\/?p=360","title":{"rendered":"Rotk\u00e4ppchens Oma &#8211; bald ist sie wieder dran !"},"content":{"rendered":"\n<p>Dieser Tage ist die Auflistung der dokumentierten <strong>Wolfsrisse des Jahres 2020<\/strong> vom Brandenburger Landesamt f\u00fcr Umwelt aktualisiert und ver\u00f6ffentlicht worden. Der Landesjagdverband Brandenburg schreibt dazu am 15. Februar 2021 unter anderem (<em>Erg\u00e4nzungen und Fettdruck von uns)<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Schrecken stellt man hier fest, dass sich die <strong>Anzahl der Risse<\/strong> in nur einem Jahr <strong>von 417 auf 813 T\u00f6tungen <\/strong>nahezu verdoppelt hat; vor zehn Jahren waren es noch 86 F\u00e4lle. Erfasst sind in der Statistik alle Nutztiere, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Wolf angegriffen wurden. Schafe, Ziegen, Damwild, Rinder, Pferde. Und Gebrauchshunde, vor allem unsere Jagdhunde, die bislang aber noch unbesch\u00e4digt davon gekommen sind. Noch.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders auff\u00e4llig sind 625 gerissene Schafe \u2013 gegen\u00fcber 279 Opfern im Vorjahr. Zehn Jahre zuvor war es immerhin \u201cnur\u201d ein Zehntel, n\u00e4mlich 61.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leichte Beute<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vom Landesamt wird auch angegeben, ob die gerissenen Tiere nach \u201eMindeststandard BbgWolfV\u201c gesch\u00fctzt waren &#8211; einer <strong>Verordnung,<\/strong> die wir in <strong><em>www.jagdrechtsblog.com<\/em><\/strong> ebenso wie die gesamte <a href=\"https:\/\/jagdrechtsblog.com\/wolfsmanagement-brandenburg-2018-neues-gewurstel\/\">Wolfspolitik <\/a>des Landes Brandenburg schon h\u00e4ufig <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/jagdrechtsblog.com\/wolfsverordnung-brandenburg-der-unsinn-geht-weiter\/\" target=\"_blank\">kritisiert <\/a>haben. Demnach sind von den 625 gerissenen Schafen doch 279 Tiere, also <strong>fast die H\u00e4lfte<\/strong>, zur Beute geworden, obwohl diese in ordnungsgem\u00e4\u00df gekoppelten Bereichen gestanden haben; damit fallen insgesamt 45 % aller Schafe W\u00f6lfen zum Opfer, obwohl diese &#8222;wolfssicher&#8220; gesch\u00fctzt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Da fragt der Landesjagdverband zu Recht: Wieviele \u201cOpferl\u00e4mmer\u201d braucht es noch, um rechtliche \u00c4nderungen herbeizuf\u00fchren? Nur zuzuschauen, wie die Wolfsbest\u00e4nde wachsen und wachsen, ist offensichtlich nicht der richtige Weg. \u201cEs f\u00fchrt kein Weg an der Festlegung eines \u201cAkzeptanzbestandes\u201d und Bestandsregulierung vorbei\u201d, sagt der LJVB-Pr\u00e4sident\u201d. Niemand will den Wolf ausrotten, aber sein Bestand muss reguliert werden. Der g\u00fcnstigste Erhaltungszustand ist l\u00e4ngst erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was also tun?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Wolf muss ins Jagdecht <\/strong>&#8211; aber das muss vern\u00fcnftig und mit Augenma\u00df erweitert werden. Denn einerseits sind die J\u00e4ger diejenigen, die kraft Ausbildung und Kompetenz eine so interessante und kluge aber eben  auch gef\u00e4hrliche Wildart regulieren k\u00f6nnen. Andererseits jedoch werden die J\u00e4ger gerade dabei von allen m\u00f6glichen Seiten stark und meist unsachlich angegriffen und brauchen eine klare rechtliche Grundlage ihres Tuns.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber bislang kriegt die Politik auch das nicht hin!<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Dr. Wolfgang Lipps<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"263\" height=\"192\" src=\"https:\/\/juni-consult.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Jaeger-Zinnfigur.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-364\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Tage ist die Auflistung der dokumentierten Wolfsrisse des Jahres 2020 vom Brandenburger Landesamt f\u00fcr Umwelt aktualisiert und ver\u00f6ffentlicht worden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":363,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[18,17,15,16,13,14],"class_list":["post-360","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-brandenburg","tag-hunde","tag-risse","tag-schafe","tag-wolf","tag-wolfspolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=360"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/360\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":372,"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/360\/revisions\/372"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/363"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/juni-consult.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}